Der ASUS ROG NUC 15 ist ein auf Gaming und Content-Creation
abgestimmtes Kraftpaket im Mini-PC-Format. In einem sehr
kompakten, aber optisch auffälligen Gehäuse steckt
Laptop-Hardware der High-End-Klasse, die klar darauf ausgelegt
ist, aktuelle AAA-Titel in hohen Auflösungen und Settings zu
stemmen, gleichzeitig aber anspruchsvolle Workflows wegstecken
zu können. Ob das Konzept aufgeht und wie sich das System im
Praxisalltag schlägt, klärt dieser Hardwareluxx-Test. Wir haben
den
rund 2.800 Euro
teuren Kompaktrechner durch unseren altbekannten
Benchmark-Parcours geschickt.
Mit dem ROG NUC 15
hat ASUS einen ganz besonderen Mini-PC im Programm. Das kompakte und
optisch sehr auffällige System zielt klar auf Spieler und all
diejenigen ab, die für ihre aufwendigen Arbeits-Workflows eine hohe
Performance benötigen. Unter der Haube steckt nämlich
Laptop-Hardware der High-End-Klasse, die darauf ausgelegt ist,
aktuelle Grafikkracher selbst in den höchsten Einstellungen und
Auflösungen spielen zu können, aber auch um professionelle
Anwendungen zu beschleunigen. Und das auf einem deutlich reduzierten
Platzbedarf gegenüber einem klassischen Desktop-System.
Im Zentrum stehen mit dem Intel Core Ultra 9 275HX oder dem Core
Ultra 7 255HX, aktuelle High-End-Prozessoren mit hoher Kernzahl und
schnellen Boost-Taktraten, die auf Desktop-Niveau liegen und sich
damit besonders für Multitasking, Streaming, Video-Editing und
moderne KI-Workloads anbieten. Unterstützt wird die Arrow-Lake-CPU
von bis zu 32 GB DDR5-Arbeitsspeicher und einer 1 oder 2 TB
fassenden NVMe-SSD mit PCI-Express-Anbindung.
Highlight ist klar die Grafiklösung. Hier stehen verschiedene
GeForce-RTX-50-Modelle – von der NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop bis
hin zur GeForce RTX 5080 Laptop – bereit, die im oberen
Leistungssegment angesiedelt sind und hohe Bildraten in WQHD und je
nach Titel und Konfiguration sogar in 4K ermöglichen.
Raytracing-Effekte, DLSS und fortschrittliche Upscaling-Verfahren
stehen dem ASUS ROG NUC 15 so natürlich ebenfalls zur
Verfügung. Gleichzeitig profitieren Kreative von der starken
GPU-Beschleunigung, etwa bei 3D-Rendering, GPU-basierten Effekten
oder KI-gestützten Funktionen in Bild- und Videosoftware.
Trotz der enormen Leistung bleibt der Formfaktor klar ein Mini-PC:
Das Chassis ist deutlich kleiner als ein klassischer Tower, setzt
auf ein eigenständiges ROG-Design mit markanten Gaming-Akzenten und
RGB-Elementen und fügt sich damit sowohl auf dem Schreibtisch als
Eyecatcher als auch im Wohnzimmer-Setup neben dem Fernseher gut ein.
Ein leistungsstarkes Kühlkonzept soll dafür sorgen, dass CPU und GPU
ihre Performance dauerhaft abrufen können. Das externe Netzteil
bringt die nötigen Leistungsreserven mit, ohne das eigentliche
Gehäuse zu vergrößern.
Abgerundet wird das Paket durch eine umfangreiche Konnektivität, die
für einen Mini-PC über dem Standard liegt. Mehrere USB-Ports,
moderne Display-Schnittstellen für Multi-Monitor-Setups, LAN und
aktuelle WLAN-Standards machen den Anschluss an Peripherie,
Streaming-Setups oder große 4K-Gaming-Displays unkompliziert.
Damit positioniert sich der ASUS ROG NUC 15 "Jean Canyon" als ideale
Lösung für alle, die Desktop-Leistung auf engem Raum suchen – vom
ambitionierten Gamer bis zum Creator, der ein kompaktes, aber
kompromisslos schnelles System möchte.
ASUS ROG NUC 15 - Jean Canyon
Hardware
Prozessor:
Intel Core Ultra 9 275HX
Mainboard:
Arrow Lake HX
Arbeitsspeicher:
2x 16 GB DDR5-6400
Grafikkarte:
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop (175 W)
Massenspeicher:
1 x 2 TB NVMe 1 x M.2 M Key 2280 (PCIe
Gen4x4+SATA)
Wie sich der ASUS ROG NUC 15 mit Intel Core Ultra 9 275HX, NVIDIA
GeForce RTX 5080 Laptop und 32 GB RAM sowie einer 1-TB-SSD im
Praxis- und Spielealltag schlägt, das soll dieser Hardwareluxx-Test
auf den nachfolgenden Seiten klären. Wir haben das kleine Kraftpaket
durch unseren üblichen Benchmark-Parcours geschickt und es auch in
Bezug auf Lautstärke, Leistungsaufnahme und Temperaturverhalten hin
getestet.
Den ASUS ROG NUC 15 gibt es wahlweise mit einem Intel Core Ultra 9
275HX oder Core Ultra 7 255HX aus der neusten Arrow-Lake-Generation,
die mitunter zu den schnellsten Notebook-Chips am Markt gehören. Im
Grunde ist Arrow Lake-HX identisch zu Arrow Lake-S aus dem Desktop,
wird jedoch in ein anderes Package gepackt, welches um 33 %
kompakter ausfällt und auf anderen CPU-, SoC- und GPU-Tiles
aufbaut.
Zur Verfügung stehen insgesamt acht Performance-Kerne, die sich mit
einem Takt von bis zu 5,4 GHz ans Werk machen. Dazu gibt es für
weniger anspruchsvolle Rechenaufgaben 16 Effizienz-Cores, die mit
bis zu 2,7 GHz im Boost arbeiten. Die Base-Power gibt Intel für alle
Modelle mit jeweils 55 W an, die Turbo-Power mit 160 W. Im ROG NUC
sind die PL1- und PL2-Werte sogar mit jeweils 170 W konfiguriert.
Neben den CPU-Kernen finden sich die Parallelen zum Desktop in der
integrierten GPU und der NPU. Diese sind weiterhin als
Xe-GPU-Architektur und NPU 3 ausgegeben, dürften in einem
Gaming-Boliden jedoch weniger eine Rolle spielen, zumal ohnehin eine
dedizierte GeForce-Grafik zum Einsatz kommt. Hier gibt es je nach
Geldbeutel verschiedene Blackwell-Chips – angefangen bei der NVIDIA
GeForce RTX 5060 Laptop über die GeForce RTX 5070 (Ti) Laptop bis
hin zur GeForce RTX 5080 Laptop. Die setzen gegenüber dem Desktop
jeweils eine Modellstufe darunter an und kombinieren diese mit
leicht reduzierten Taktraten.
In unserem Fall ist es eine NVIDIA GeForce RTX 5080 . Zur Verfügung
stehen 7.680 ALUs, der Videospeicher umfasst 16 GB und bindet über
ein 256-Bit-Interface an, setzt sich nun jedoch aus schnellen und
effizienten GDDR7-Chips zusammen. Die TGP ist mit 175 W konfiguriert
und entspricht somit der schnellsten Ausführung. Damit dürfte ein
Spielen selbst in den höchsten Grafikeinstellungen problemlos
möglich sein – vor allem mit den zusätzlichen Techniken wie DLSS4
oder Multi Frame Generation.
Zur weiteren technischen Ausstattung des Testgeräts gehören
insgesamt 32 GB DDR5-Arbeitsspeicher, die sich aus zwei Modulen mit
jeweils 16 GB und 5.600 MHz zusammensetzen. Für das Betriebssystem
und die Spielesammlung steht eine 2 TB fassende Crucial-SSD bereit,
die im Test sequentielle Lese- und Schreibraten von 6.970,69
respektive 5.155,12 MB/s erreicht. Für die Stromversorgung zeigt
sich ein externes Laptop-Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 330
W verantwortlich.
Das alles bringt ASUS in einem stylischen Gaming-Gehäuse mit
Abmessungen von 565 x 282,4 x 187,7 mm und einem Gesamtgewicht von
3,12 kg unter. Damit ist das System deutlich kompakter als ein
klassisches Desktop-System, aber auch deutlich voluminöser als die
meisten Mini-PCs, welche wir bislang auf dem Teststand hatten.
Zu Redaktionsschluss musste man für die Konfiguration des ASUS ROG
NUC 15
rund 2.800 Euro
über den virtuellen Ladentresen schieben. Mit weniger Ausstattung
startet die Serie bereits bei
knapp unter 1.800 Euro.
Die Software-Ausstattung
Wie bei seinen aktuellen Gaming-Laptops setzt ASUS auch beim ROG NUC
15 auf die Armoury-Crate-Software als zentrale Anlaufstelle für alle
wichtigen Einstellungen. Hier werden Angaben zum Prozessor, der
Grafiklösung sowie zum Arbeitsspeicher gemacht. Ausgelesen werden
können unter anderem die Auslastung, die jeweils anliegenden
Taktraten sowie natürlich die Temperatur. Sogar einzelne Spannungen
werden angezeigt. Auch Einfluss auf das Leistungsprofil kann
genommen und die Lüftersteuerung angepasst werden.
Natürlich wird auch das Aura-Sync-Beleuchtungssystem darüber
konfiguriert. Möglich sind sämtliche Farben sowie
verschiedene Effekte. Über das Update-Center lassen sich wichtige
System-, Treiber- und Firmware-Updates mit nur wenigen Klicks
einspielen und das System so auf den aktuellsten Stand bringen. Für
fortgeschrittene Anwender, die das Maximum aus dem ROG NUC
herausholen möchten, bietet das BIOS einige Overclocking- und
Tuning-Funktionen an.
Vorinstalliert hat ASUS bereits Windows 11 in der Home-Version,
wobei auch eine Reihe von Demo-Versionen aufgespielt wurde. So
findet sich auf dem Testgerät unter anderem eine zeitlich begrenzte
Version für eine Sicherheitssoftware. Andere Hersteller liefern eine
saubere Installation.
Der ASUS ROG NUC 15 ist kein klassischer Mini-PC im Würfel-Format.
Vielmehr setzt er auf einen vertikalen Aufbau, der über einen
Standfuß sicher auf dem Schreibtisch aufgestellt werden kann. Dabei
kommt das Gehäuse auf Abmessungen von 565 x 282,4 x 187,7 mm und
bringt alle Komponenten außer das Netzteil somit in einem Volumen
von rund drei Litern unter.
Das Chassis ist komplett aus Kunststoff gefertigt und in einem
mattschwarzen Farbton gehalten. Eines der beiden Seitenteile ist
über eine Plexiglasscheibe transparent gehalten, um das seitlich
sitzende ROG-Logo besser zur Geltung zu bringen. Dieses kann im
Betrieb farbenfroh beleuchtet werden, genau wie das Logo auf der
Stirnseite des Gehäuses.
Was die Verarbeitung und Stabilität anbelangt, so gibt es wenig
auszusetzen. Selbst auf stärkeren Druck hin gibt das Gehäuse an
keiner Stelle nach, alle Spaltmaße sind sauber verarbeitet. Der
Aluminium-Standfuß ist massiv und sorgt für einen sicheren Halt. Die
Kühlung ist umfangreich, gleich mehrere Lüfter und zahlreiche
Kupfer-Lamellen sollen für niedrige Temperaturen und ein angenehmes
Betriebsgeräusch sorgen. Kein Wunder, warum es der ASUS ROG NUC 15
auf ein Kampfgewicht von 3,12 kg bringt und damit deutlich schwerer
als so mancher Gaming-Laptop ist.
Während Front und Rückseite verschiedene Anschlüsse und
Schnittstellen bereitstellen, sind an den Seiten zahlreiche
Lüftungsschlitze für die Kühlung vorgesehen. Sie dienen aber auch
der Optik, denn sie sind teilweise im ROG-Schriftzug gehalten und
machen somit deutlich, welche Art Gerät man vor sich stehen hat.
Auch der Deckel ist mit einer luftigen Meshabdeckung versehen.
Die Vorderseite des ASUS ROG NUC 15 dient als eine Art I/O-Blende
und stellt die wichtigsten Schnittstellen für den Alltag bereit.
Dazu gehören zwei USB-3.2-Schnittstellen im klassischen USB-A-Format
und eine moderne Typ-C-Schnittstelle mit identischer Konfiguration.
Über die kombinierte 3,5-mm-Klinkenbuchse lässt sich ein Headset
anschließen, ganz oben ist der Power-Knopf eingelassen.
Der Großteil der Anschlüsse wird gewohnt über die Rückseite
realisiert. Hier stellt das System jeweils zwei HDMI-2.1- und
DisplayPort-2.1-Ausgänge bereit. Mittels Adapter und der
Thunderbolt-4-Schnittstelle lassen sich so bis zu fünf 4K-Monitore
gleichzeitig verbinden. Auf der anderen äußeren Seite gibt es vier
zusätzliche USB-A-Schnittstellen mit 10 GBit/s und eine vollwertige
Ethernet-Schnittstelle für bis zu 2,5 GBit/s.
Drahtlos wird bereits per WiFi 7 und Bluetooth 5.4 kommuniziert,
wobei hierfür ein Killer-E3100G-Chip zur Verfügung steht, der
gleichzeitig den Spieletraffic im Netzwerk priorisiert verarbeitet.
Ansonsten sind an der Rückseite noch der proprietäre Anschluss für
das externe 330-W-Netzteil angebracht und ein Kensington-Lock
eingelassen. Einen Kartenleser gibt es leider nicht.
Alle Ports sind auf der oberen Hälfte eingelassen, während die
untere wieder einmal mehr für die Kühlung der Hardware verwendet
wird. Hier zeigen sich bereits die massiven Aluminiumfinnen.
Um das Gehäuse des ASUS ROG NUC 15 zu öffnen, muss zunächst der
Standfuß abmontiert werden, was über drei Schrauben passiert. Nach
dem Entfernen einer weiteren Rändelschraube an der Seite lassen sich
die beiden Seitenteile wie bei einem klassischen Gehäuse aufschieben
und abnehmen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn teilweise
befinden sich dort Kabel, die mit dem Mainboard verbunden sind –
beispielsweise für die Beleuchtung des seitlichen ROG-Logos.
Hat man das geschafft, erhält man schnell Zugriff auf den Speicher.
Hierfür sind zwei SO-DIMM-Slots für DDR5-Arbeitsspeicher für maximal
96 GB und zwei M.2-2280-Steckplätze für SSDs vorgesehen. Wer
Prozessor oder Grafikkarte tauschen möchte, kann dies nicht tun.
Diese sind fest verlötet und nicht austauschbar.
Unsere Teststellung ist mit zwei Speichermodulen von SK Hynix
bestückt, die jeweils 16 GB und somit in der Summe 32 GB RAM
bereitstellen. Dabei sind sie mit 6.400 MHz vergleichsweise hoch
getaktet und stellen so eine performante Speicherleistung sicher.
Die SSD ist mit einem Passiv-Kühler versehen, um selbst bei hohen
Lasten eine angemessene Leistung ohne Performance-Abfall zu
ermöglichen, was im Test einwandfrei funktionierte. Die Crucial-SSD
stellt 2 TB Speicherplatz zur Verfügung und erreicht sequenzielle
Lese- und Schreibraten von 6.870,69 respektive 5.155,12 GB/s. Damit
sind das Betriebssystem, aber auch Spiele und Programme schnell
geladen. Unterstützung für PCI Express 5.0 gibt es für einen der
beiden Slots sogar ebenfalls. Ein zweites Laufwerk kann später
einfach hinzugesteckt werden.
Der Intel Core Ultra 9 275HX wird ganz klassisch über einen
Radiallüfter aktiv gekühlt, wobei die Wärmeabfuhr zusätzlich über
die Rückseite des Mainboards erfolgt, wo eine doppelte Dampfkammer
unter einer Vielzahl von Aluminiumfinnen sitzt, um die Oberfläche zu
vergrößern. Aber auch zwei weitere Radiallüfter sind dort
untergebracht, die die Kühlung der Arrow-Lake-CPU unterstützen und
die der NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop sicherstellen sollen.
Ausgelegt ist das Kühlsystem, um die Hardware mit den
höchstmöglichen TDP- und TGP-Konfigurationen betreiben zu können.
Für den Intel Core Ultra 9 275HX bedeutet das bis zu 165 W in der
Spitze, für die NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop sogar 175 W. Diese
Leistung erreichen die beiden Hauptkomponenten in der Praxis
problemlos, wie wir im weiteren Verlauf dieses Testberichts noch
sehen werden.
Cinebench R24
CPU - Multicore / Singlecore
in Punkten
Mehr ist besser
Cinebench R23
CPU - Multicore / Singlecore
in Punkten
Mehr ist besser
Cinebench R20
CPU - Multicore / Singlecore
in Punkten
Mehr ist besser
Cinebench R23 Loop
Multicore 10 Minuten
in Punkten
Mehr ist besser
7- Zip
32 MB
in GIPS
Mehr ist besser
Massenspeicher
Datenrate (Lesen/Schreiben)
in MB/s
Mehr ist besser
AIDA 64
Lese- und Schreibdurchsatz
in MB/s
Mehr ist besser
AIDA 64
Kopierdurchsatz
in MB/s
Mehr ist besser
AIDA 64
Latenz
in ns
Weniger ist besser
Temperaturen
Idle / Last
Grad Celsius
Weniger ist besser
Trotz der potenten und durchaus sehr hitzigen Hardware gibt es
keinerlei Probleme bei der Kühlung des ASUS ROG NUC 15 – das Konzept
geht voll auf. Der Intel Core Ultra 9 275HX erreicht bei
Spitzenlasten Temperaturen von bis zu 89 °C, um sich dann bei
Dauerlast und abgesenkten PL-Werten bei rund 76 °C einzupendeln. Die
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop ist die zweitwärmste Komponente und
erreicht rund 74 °C. Dabei können beide Bauteile ihre maximale
Leistung durchgehend abrufen. Die Arrow-Lake-CPU erreicht eine
Package-Power von knapp 165 W und reguliert sich dann in zwei
Schritten auf 95,3 und 62,6 W herunter. Mindestens 2,6 GHz liegen
an. Die Blackwell-Grafik macht sich mit 173,2 W und einem Takt von
1.935 MHz ans Werk. Die SSD erreicht in diesem Szenario 41 °C, das
Mainboard wird mit 60 °C etwas wärmer – je nachdem, wo ASUS diesen
Sensor untergebracht hat.
Im normalen Office-Betrieb, wenn Hardware und Kühlung weniger
gefordert sind, sinken diese Werte deutlich. Dann agiert die CPU bei
53 °C, die GPU bei 45 °C und SSD und Mainboard erreichen 38 bzw. 48
°C.
Leistungsaufnahme
Idle / Last
Watt
Weniger ist besser
Leistungsaufnahme
Idle / Last
Watt
Weniger ist besser
Bereits im normalen Windows-Betrieb genehmigt sich der ASUS ROG NUC
43,4 W und verbraucht damit deutlich mehr als ein klassischer
Mini-PC, hat dafür deutlich mehr Leistung zu bieten. Im
Spielebetrieb steigt der Energiehunger auf knapp über 250 W an, bei
voller Last werden in der Spitze sogar 343,2 W erreicht. Damit ist
das externe Netzteil ausreichend dimensioniert.
Der Vergleich mit anderen Mini-PCs ist mit Blick auf die dedizierte
Grafiklösung und die HX-CPU fast schon unfair. Einzig
der ECS Liva P500 aus unserem letzten Test, welcher sich mit einer klassischen Desktop-CPU und
PCI-Express-x16-Grafiklösung bestücken lässt, kann je nach
Komponenten-Auswahl an solche Werte heranreichen.
Lautstärke
Gesamtsystem
dB(A)
Weniger ist besser
Lautstärke
dB(A)
Weniger ist besser
Zwar bietet der ASUS ROG NUC 15 bei geringen Lasten einen passiven
und damit völlig lautlosen Betriebsmodus an, in der Praxis schaltet
sich die Kühlung aber fast durchgängig hinzu. Wirklich laut wird das
System mit seinen drei Lüftern dann allerdings nicht. Mit 37,9 dB(A)
arbeitet die Hardware in diesem Szenario flüsterleise und
unterbietet sogar so manch klassischen Mini-PC mit deutlich
schwächerer Hardware.
Lastet man GPU und CPU voll aus, dreht auch die Kühlung richtig auf.
In der Spitze werden dann bis zu 48,7 dB(A) erreicht, was deutlich
hörbar ist und in etwa auf dem Niveau eines aktuellen Gaming-Laptops
der High-End-Klasse liegt. Solche Geräte können aber auch gut und
gerne mal die 50-dB(A)-Marke knacken. Immerhin: Wird nur gespielt
und damit die Hardware nicht gänzlich an ihre Leistungsgrenze
gezwungen, wird eine Geräuschkulisse von 45,2 dB(A) erreicht. Das
ist kein schlechter Wert, vor allem mit aufgesetztem Headset stört
die Kühlung nicht.
DaVinci Resolve Studio 19
AV1 in 4K Decoding
in Sekunden
Weniger ist besser
VeraCrypt
AES - 500MB
GB/s
Mehr ist besser
Geekbench 6
nt
in Punkten
Mehr ist besser
Geekbench 6
1t
in Punkten
Mehr ist besser
Procyon (AI Text Generation Llama 3.1)
Time to first Token (TTFT)
in ms
Weniger ist besser
Procyon (AI Text Generation Llama 3.1)
Output Token Speed (OTS)
in Tokens/s
Mehr ist besser
ON1 Resize AI 2023
Image-Upscaling auf 400 %
in ms
Weniger ist besser
Topaz Video AI 6
Benchmark, Artemis x1 Modell
in FPS
Mehr ist besser
3DMark
Speed Way
in Punkten
Mehr ist besser
3DMark
Steel Nomad
in Punkten
Mehr ist besser
3DMark
Steel Nomad Light
in Punkten
Mehr ist besser
3DMark
Time Spy
in Punkten
Mehr ist besser
3DMark
Time Spy Extreme
in Punkten
Mehr ist besser
Counter-Strike 2
1.920 x 1.080 Pixel (Sehr Hoch)
in FPS
Mehr ist besser
Counter-Strike 2
2.560 x 1.440 Pixel (Sehr Hoch)
in FPS
Mehr ist besser
Counter-Strike 2
3.840 x 2.160 Pixel (Sehr Hoch)
in FPS
Mehr ist besser
F1 24
1.920 x 1.080 Pixel (Hoch)
in FPS
Mehr ist besser
F1 24
2.560 x 1.440 Pixel (Hoch)
in FPS
Mehr ist besser
F1 24
3.840 x 2.160 Pixel (Hoch)
in FPS
Mehr ist besser
Frostpunk 2
1.920 x 1.080 Pixel (Ultrahoch, Upscaling: Qualität)
in FPS
Mehr ist besser
Frostpunk 2
2.560 x 1.440 Pixel (Ultrahoch, Upscaling: Qualität)
in FPS
Mehr ist besser
Frostpunk 2
3.840 x 2.160 Pixel (Ultrahoch, Upscaling: Qualität)
in FPS
Mehr ist besser
Indiana Jones und der große Kreis
1.920 x 1.080 Pixel (Hyper, Texturpool: Ultra)
in FPS
Mehr ist besser
Indiana Jones und der große Kreis
2.560 x 1.440 Pixel (Hyper, Texturpool: Ultra)
in FPS
Mehr ist besser
Indiana Jones und der große Kreis
3.840 x 2.160 Pixel (Hyper, Texturpool: Ultra)
in FPS
Mehr ist besser
Der ASUS ROG NUC 15 ist ein äußerst leistungsstarker Kompaktrechner,
der seine eigentlichen Ambitionen bereits optisch zeigt. Das
futuristische Design mit all seinen Ecken und Kanten, dem
halbtransparenten Seitenteil, der auffälligen Kühlung und der
farbenfrohen RGB-Beleuchtung soll klar Spieler ansprechen.
Tatsächlich sorgen der Intel Core Ultra 9 275HX und vor allem die
NVIDIA GeForce RX 5080 Laptop für eine hohe Gaming-Performance.
Selbst anspruchsvolle Grafikkracher zaubert der Rechner ruckelfrei
in den höchsten Einstellungen auf den Bildschirm und das teilweise
sogar in hoher 4K-Auflösung. Und sollte es doch mal eng werden, gibt
es die Beschleunigungs-Technologien rund um DLSS4 und
Multi-Frame-Generation der Blackwell-Generation.
ASUS setzt Laptop-Hardware ein, die teilweise der Desktop-Klasse
entspricht. Während die Grafikkarte in etwa eine Modellnummer
darunter einzuordnen ist, entspricht die HX-CPU technisch ihrem
Desktop-Gegenstück. Schneller und üppiger Arbeitsspeicher mit 32 GB
und 6.400 MHz sorgen für eine hohe Speicherleistung, die SSD bietet
2 TB und rund 5 bis 7 GB/s. Sollte es mal eng werden, lässt sich ein
zweites Laufwerk hinzustecken, der RAM kann dank klassischer
SO-DIMM-Module einfach ersetzt werden. Hierfür muss das Gehäuse
allerdings geöffnet werden, was nicht einfach ist und eigentlich nur
Profis zu empfehlen ist.
Das Kühldesign schafft es, die Hardware stets ihre maximale Leistung
abrufen zu lassen und agiert zumindest im Leerlauf ausgesprochen
laufruhig. Unter Last können die insgesamt drei Lüfter jedoch
deutlich aufdrehen und richtig laut werden. Insgesamt bleibt die
Geräuschkulisse in etwa auf dem Niveau eines aktuellen
Gaming-Laptops. Die Leistungsaufnahme liegt zwar im Bereich des
zu Erwartenden und kratzt an der 350-W-Marke bei Spitzenlasten,
könnte aber gerade im Leerlauf besser sein.
Die Anschlussvielfalt ist sehr gut. Bis zu fünf 4K-Displays lassen
sich an den ASUS ROG NUC 15 anschließen, genau wie zahlreiche
USB-Geräte. Thunderbolt 4 gibt es ebenso wie eine schnelle
2,5-GBit/s-Ethernet-Buchse und WiFi 7. Einzig einen Kartenleser
dürften viele vermissen. Das Gehäuse ist gut verarbeitet und mit
rund 3 Litern äußerst kompakt für einen Gaming-Rechner dieser
Klasse.
Der ASUS ROG NUC 15 ist ein sehr guter Spielerechner mit einigen
Vorzügen. Das hat jedoch seinen Preis:
Über 2.800 Euro
wollte ASUS zum Testzeitpunkt für unsere Konfiguration haben. Dafür
bekommt man bereits ein ähnlich ausgestatteten Gaming-Laptop, der
dann mit Display, Tastatur und Maus ein Komplettpaket darstellt. Die
Serie startet mit abgespeckter Ausstattung aber auch bereits
ab rund 1.800 Euro.